Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine, Alexander von Humboldt, kämpft sich durch Urwald und Steppe, befährt den Orinoko, kostet Gifte, zählt Kopfläuse, kriecht in Erdlöcher, besteigt Vulkane und begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Der andere, der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß, der sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann und doch in der Hochzeitsnacht aus dem Bett springt, um eine Formel zu notieren – er beweist auch im heimischen Göttingen, dass der Raum sich krümmt. Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, treffen sich die beiden 1828 in Berlin.Read More →

Wenn es in diesem Jahr ein Buch gibt, was mich wirklich umgehauen hat dann „Paradiso“ von dem 1977 geborenen Neuberliner Thomas Klupp. Ich bin nur drei Jahre jünger, zähle also zur gleichen Generation und  habe noch nie ein  Buch gelesen, dass sich so böse und realitätsnah mit dem Leben, sowie den  Irrungen und Wirrungen unseres akademischen Daseins beschäftigt. In Zeiten von Bildungsknappheit, Bachelor- und Masterstudiengängen, Eliteuniversitäten und Hochschulbeiträgen, konfrontiert uns Thomas Klupp mit dem Held Alex Böhm, der zu all dem keine Meinung hat. Schlimmer noch, dem alles egal ist und egozentrischer nicht sein kann. Eigentlich wollte Alex Bühm nur schnell von Potsdam nach BayernRead More →

Ich weiss, dass Buch ist schon älter aber der Charm des Buches liegt in seinem Tonfall und ist zeitlos. Zart und spröde, burschikos und melancholisch, spöttisch und verzargt, fasziniert er, ein Hochseilakt zwischen Komik und Elend, gleichzeitig das Herz und den Verstand. Wer Lust auf anspruchsvolle Literatur hat, die doch so erfrischend jung ist, sollte sich an das Buch wagen.Read More →